Allgemeines
Die Initialen unseres Schulnamens „AFS“ verstehen wir auch als „Aktion faire Schule“

Die Anne – Frank – Schule ist eine Offene Ganztagsgrundschule und befindet sich im nördlichen Stadtbezirk. Sie untersteht wie alle 16 Ratinger Grundschulen der Trägerschaft der Stadt Ratingen. Diese legt die Zügigkeit (Parallelklassen) der Schulen fest. Die Anne – Frank – Schule ist – wie die meisten Grundschulen – zweizügig. Unsere etwa 200 Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf 8 Klassen und werden von 17 Lehrerinnen unterrichtet. Zu den Lehrerinnen gehören auch eine Sonderpädagogin, sowie je eine Lehrerin für den muttersprachlichen Unterricht in türkischer und portugiesischer Sprache. 

Das Team wird ergänzt durch 35 Mitarbeiterinnen in der Offenen Ganztagsschule und in der Übermittagsbetreuung, den Hausmeister Herrn Riepe und unserer Sekretärin Frau Weck. 
Unser Kollegium ist aufgeschlossen und berücksichtigt im Unterricht vielseitige Methoden und Formen des Lernens. Unser Ziel ist die Gestaltung der Schule als Haus des Lernens und Lebens. Darin sollen sich Kinder und Erwachsene wohl fühlen, sich gegenseitig wert schätzen und gemeinsam miteinander und voneinander lernen. 

Alle Grundschulen unterrichten nach den neuen verbindlichen Lehrplänen, so dass sich die Schulen nur in konkreten Profilmerkmalen unterscheiden. Bei uns sind das unter anderen zum Beispiel: 
Die Schule nimmt an einem Modellversuch der Regierung teil, in dem die individuelle Förderung aller Kinder in der Schuleingangsphase ein besonderer Schwerpunkt ist. Durch zusätzliche Fachkräfte kann die Schule differenzierte Maßnahmen anbieten, um nach Möglichkeit alle Kinder die Eingangsstufe erfolgreich durchlaufen zu lassen. Kinder, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben, werden dabei besonders unterstützt. Wir führen die Schuleingangsphase jahrgangsgebunden. 
Neben zwei anderen Grundschulen in Ratingen erhält die Schule zusätzliche Stunden für Sprachunterricht in Deutsch, wenn Kinder aus dem Ausland nach Ratingen kommen. Wir nennen das Erstförderung. 

Musik ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Schule. Wir verstehen uns als „singende Schule“ mit einem sehr großen Schulchor und einem Schulorchester. Zusätzlich nehmen alle Kinder des ersten Schuljahres am „JeKi“ – Projekt teil. 

Die Offene Ganztagsschule (OGS) hat sich zu einem begehrten Profilpunkt entwickelt. Mehr als 50% der Kinder werden inzwischen über den Unterricht hinaus in der Schule versorgt. In den fünf Gruppen der OGS erleben die Kinder, dass Schule mehr als nur schulisches Lernen ist. 
Sie werden von erfahrenen Erzieherinnen, Lehrerinnen und einem Team weiterer Mitarbeiterinnen betreut. Sie essen gemeinsam, sie bekommen Hilfe bei den täglichen Hausaufgaben, sie erhalten zusätzlichen Förderunterricht und besuchen in der Regel an zwei Tagen in der Woche ein zusätzliches Bildungsangebot. 

Zur Zeit stehen u.a. auf dem Programm: Sportförderung, Musikunterricht, Yoga, Go, Theater, Kreativkurse, Kochen und Streitschlichtung. 
Die Kinder in der OGS sind in ansprechenden Wohnungen im alten Lehrerhaus der Schule ( in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude) untergebracht, wo sie in freiem und angeleitetem Spiel bis 17 Uhr bzw. 15 Uhr ihre Freizeit verbringen können. 

Ein vielseitiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften bietet jedem Kind anregende Ergänzungen zum Lehrangebot der Anne – Frank – Schule. 

Die Übermittagsbetreuung (ÜMB) ist für die Kinder da, die bis 14 Uhr eine verlässliche Schule brauchen. Die ÜMB ist im Schulhaus untergebracht. Auch hier besteht für die Erst- und Zweitklässler die Möglichkeit zur Erledigung der Hausaufgaben. 

Primäres Anliegen dieser Betreuungsform ist die Verlässlichkeit und das Spiel in der Gemeinschaft. Die ÜMB reicht kein Mittagessen und ist – im Gegensatz zur OGS – nur an den Unterrichtstagen und nicht in der Ferienzeit geöffnet. 

Die Initialen unseres Schulnamens „AFS“ verstehen wir auch als „Aktion faire Schule“. Dies beinhaltet einen verbindlichen Konsens im mitmenschlichen Umgang und ist in einem festen Regelwerk verankert. 

Der Förderverein der Schule ist der wichtigste Organisationspartner der OGS und der ÜMB. Mitglieder des Fördervereins sind in der Regel die Eltern. Der Förderverein hat durch diese Aufgaben zusätzlich zu seinem traditionellen Engagement eine besondere Verantwortung für die Schule übernommen. 

Fördermaßnahmen

Die Anne-Frank-Schule bietet Fördermaßnahmen für verschiedene Entwicklungsbereiche bzw. mit unterschiedlichen Schwerpunkten an: 

  1. Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund 
  2. Förderung der Basiskompetenzen / Wahrnehmung 
  3. Förderung der Konzentrationsfähigkeit 
  4. Förderung der Fein- und Grobmotorik 
  5. Förderung der phonologischen Bewusstheit 
  6. Förderung der Lese- und Rechtschreibentwicklung 

Die Klassen- und Förderlehrer erstellen gemeinsam individuelle Förderpläne. Die Fördermaßnahmen finden im Klassenverband in Kleingruppen oder in einer Einzelstunde statt. 
Die schulische Begleitung der Kinder beginnt bereits vor ihrer Einschulung. Eine Lernstandserhebung in verschiedenen Bereichen findet bereits früh statt, so dass die Schule ein erstes Bild über die Entwicklung des Kindes erhält und die Zeit bis zur Einschulung schon sinnvoll für Fördermaßnahmen genutzt werden kann (sowohl seitens der beratenen Eltern, durch schulische Maßnahmen als auch durch externe professionelle Institutionen). 

Bei der Lernstandserhebung bzw. dem Schulspiel werden insbesondere die Wahrnehmung, Fein- und Grobmotorik, Kognition, Aufmerksamkeit, Kommunikationsverhalten, sozial-emotionales Verhalten und das Zählen und simultane Erfassen von Mengen beobachtet und bewertet. 
Eine genaue schriftliche Dokumentation der Lernstandserhebungen und ihre wiederholte Durchführung verdeutlicht die kindliche Entwicklung, welche die Grundlage für eine kontinuierliche Evaluation der Fördermaßnahmen darstellt.